„Zwischen Himmel und Hölle“

Reformationsgottesdienst der 8. Klassen 2011

„Wenn das Leben gerade mal besonders schön ist, sagen wir: ‘Das ist der Himmel auf Erden!’ und wenn es besonders schlimm ist ‚Das ist die Hölle auf Erden.‘“, sagte Franziska. Lara nickte und entgegnete: „Stimmt! Ein Leben voller Liebe zum Beispiel ist der Himmel auf Erden. Ein Leben voller Hass, Gewalt und Niederlagen aber ist doch eher die Hölle!“ Die beiden Achtklässlerinnen der LUKAS Schule warfen einen Stein auf das alte Hüpfspiel „Himmel und Hölle“. Sie hatten es auf einen Karton gemalt und auf dem Fußboden der Kirche ausgebreitet. Dabei unterhielten sie sich.

Zu ihrem Schülergottesdienst hatten die Achtklässler ihre Mitschüler aus den 7. Klassen der LUKAS Schule eingeladen. Dazu hatte die 8rs Einladungsplakate gestaltet und im Schulgebäude aufgehängt. Im Gottesdienst ging es darum, dass uns Himmel und Hölle gar nicht so fremd und fern sind, weil wir sie immer wieder in unserem Alltag finden können. Auf die kleine Spielszene zur Einstimmung auf den Gottesdienst, folgten Klage und Lob. Schülerinnen und Schüler der 8rs trugen Klagen vor über Einsamkeit, Mobbing, schlechte Nachrichten, den Tod lieber Menschen und Krieg und Gewalt. Und alle beteten: “Herr, erbarme dich.” Erinnerungen an warmes Sonnenlicht nach einer dunklen Nacht, die Umarmung von Freunden, eine gute Note nach fleißigem Lernen lassen uns Gott loben. Unterstützt von allen Mitschülern sang die 8rs nun das Lied „Ich lobe meinen Gott“, begleitet von Alexander am Klavier.

Im Anschluss spielten Schüler der 8gy ein Anspiel, in dem der Reformator Martin Luther in den Jugendräumen einer heutigen Kirchengemeinde auftaucht, sich die Sorgen und Nöte der Jugendlichen dort anhört und sie ermutigt, sich gegenseitig zu unterstützen und Gott zu vertrauen. Andere Schüler trugen dann die Fürbitten vor und knoteten kleine Zettel mit den Wörtern Vertrauen, Gemeinschaft, Gerechtigkeit, Hoffnung und Kirche an die Schnur eines mit Gas gefüllten goldenen Luftballons, dazu sangen alle „Der Himmel geht über allen auf“. Schön war es, als der Ballon anschließend bis fast unter die Decke des Kirchenschiffes aufstieg und die Bitten mit „zum Himmel“ nahm.

Im Religionsunterricht hatten die Achtklässler der Realschule und des Gymnasiums lange für diesen Gottesdienst geübt. Das hatte sich gelohnt, denn alles klappte sehr gut. Die LUKAS Schule dankt der katholischen Kirchengemeinde St. Ansgar für die Möglichkeit, die Kirche zu nutzen.