Herzenspakete

Kinder der LUKAS Grundschule sammelten Sachspenden

Wer in der zweiten Novemberwoche 2017 in die LUKAS Grundschule ging, wunderte sich über einen großen, aber sehr ordentlichen Stapel an Büchertaschen in der Eingangshalle. Seit wann stapeln denn die Mädchen und Jungen ihre Taschen so auf? fragte man sich.

Wer so fragte, hatte – wie ich – noch nie von der Aktion „Herzenspakete“ gehört, an der die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4 teilnehmen. Gemeinsam mit ihren Eltern beteiligten sich viele Kinder nicht nur an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, sondern füllten auch Schultaschen mit Mäppchen, Heften und Kleidung in jeweils einer passenden Größe. So eine Schultasche als „Herzenspaket“ soll es einem armen Kind in Rumänien möglich machen, gut ausgestattet in die Schule zu gehen.

Alle die gespendeten Schultaschen werden am 20.11. mit Herrn Hoffmann aus Bramstedt in einem großen LKW auf die Reise zu den Kindern gehen, die in unbeschreiblicher Armut leben. Sie freuen sich über die Schulsachen, aber auch über Pflegemittel wie Zahnbüsten und Zahnpasta, Süßigkeiten wie Kaubonbons, ein kleines Spielzeug oder Schuhe. Vielleicht ist ja sogar ein Paar Winterstiefel dabei und ein Kind kann seine alten Turnschuhe mit dem Loch am großen Zeh wegwerfen und in ein paar warme Stiefel schlüpfen. Ja, es gibt Kinder ohne richtige Schuhe, das hat Herr Hoffmann in den Klassen erzählt und sogar Fotos gezeigt.

Jedenfalls war der Stapel der Herzenspakete in der Schule richtig hoch. Die Mädchen und Jungen freuten sich, dass sie helfen können. Gerade zu St. Martin hatten sie ja wieder über das Teilen nachgedacht: Wenn wir Arme unterstützen handeln wir wie Jesus Christus. Er war immer auf der Seite der Armen.

(von Elena Lenk)

Theaterspielen und Abfall trennen

Fünftklässler auf  der Bühne

Viele halten Opa Krüger für einen Spinner, aber Sandra und Ralf lernen durch seine spannenden Märchenerzählungen, dass es sich lohnt die Umwelt zu schützen.

Die 5. Klasse des Gymnasiums studierte während der Projektwoche im September ein Theaterstück ein, das sich mit dem Umweltschutz beschäftigte. Titel des Stücks war „Der Club der Musketiere“ und es handelte von umweltproblematischen Aspekten des Alltagslebens. Auf der Bühne agierten die Nachwuchsschauspieler in den Rollen der Kinder und von Opa Krüger und hinter einer Leinwand agierten andere Kinder mit selbstgebastelten Schattenspielfiguren.

Die Kinder führten das Theaterstück am Präsentationentag zum Abschluss der Projektwoche 2017 auf der Bühne der Grundschule dreimal auf. Ralf Göbel, Deutschlehrer und Klassenlehrer der Mädchen und Jungen, zeigte sich beeindruckt, was die Kinder mit viel Eigeninitiative in der kurzen Zeit auf die Beine gestellt hatten. Bestimmt überlegen die jungen Darsteller schon, welches Stück sie als nächstes einüben!

K1600_IMG_6235 K1600_IMG_6240

K1600_Apfelkunde auf der Streuobstwiese

K1600_Botanika Pflanzen bestimmen K1600_Botanika Schmetterlinge entdeckenK1600_Fische in der Botanika

K1600_Biogasanlage Hühnerstall K1600_Biogasanlage Waage K1600_Hof Martens über die Kartoffel

Meine Umwelt erkunden

Projektwoche der 5RS sowie der 6RS und 6GY

Während der Projektwoche vom 25. bis 29. September 2017 unternahmen die Fünft- und Sechstklässler der LUKAS Schule verschiedene spannende Exkursionen in die nähere und weitere Umgebung. Das Lernen am außerschulischen Lernort machte allen viel Spaß und die Kinder nahmen vielfältige Eindrücke mit.

Am Montag unternahmen die Kinder eine Stadtrallye in Bassum. Sie beschäftigten sich mit verschiedenen Aspekten der Stadtgeschichte und orientierten sich anhand von topographischen Ortsplänen. Es war zunächst gar nicht so einfach, ohne „Navi“ unterwegs zu sein. Ihre Lehrkräfte Herr Dr. Langer, Herr Predescu, Herr Kaesler, Frau O’Reilly und Frau Greilich waren mit von der Partie und gaben Unterstützung, wo es notwendig war.

Am Dienstag fuhr die 5 RS mit Frau Greilich und Herrn Dr. Langer zunächst mit dem Zug nach Twistringen und wanderte dann eine knappe Stunde lang zur Biogasanlage, die von mehreren Höfen in Borwede betrieben wird. Herr Martens war vor Ort und erklärte den Kindern genau, wie eine Biogasanlage funktioniert. Sie lernten, was der „Alligator“ an der Anlage ist und sie ließen sich alle gemeinsam auf der Waage wiegen. Auch der Hühnerstall wurde besichtigt (Achtung: Nase zu!). Beim anschließenden Besuch des konventionell betriebenen Hofes der Familie Martens konnten die Kinder viel über seinen Beitrag zum Umweltschutz und zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung erfahren.

Am Mittwoch fuhr die 5RS mit Dr. Langer und Frau Chavot nach Bremen zur Botanika. Sie lernten dort, wie man Pflanzen bestimmen kann und sie besuchten das Schmetterlingshaus mit seinen tropischen Bewohnern.

Am Donnerstag fuhren die 5RS und die 6. Klassen zur Streuobstwiese nach Osterbinde. Dort erkundeten sie das Biotop Streuobstwiese und erstellten Steckbriefe für einige Pflanzen. Die Kinder konnten Äpfel pflücken und mit nach Hause nehmen.

Am Freitag trafen sich die Kinder der 5 RS mit Herrn Kaesler und Frau Greilich in der Schule. Sie erstellten Präsentationen zu ihren Unternehmungen während der Projektwoche. Sie besuchten anschließend den Erntedankgottesdienst der 6. Klasse und nahmen am festlichen Büfett und dem Schulpicknick teil. Nach dem Aufräumen begannen die Herbstferien.

K1600_Bassum entdecken K1600_Bassum Ralley an der Stiftskirche

 

Laternelaufen in der LUKAS Kita

Erstes Fest der mit Kinder mit ihren Eltern

Es ist ein wunderschöner klarer Novemberabend, an dem sich die Mädchen und Jungen der LUKAS Kindertagesstätte mit Elke Hollauer und Anna am Abend in der Kita treffen. Alle Kinder haben für das erste Fest in der Kita jemanden mitgebracht, die Mutter, den Vater oder sogar die Großmutter.

Zuerst lauschen alle der Geschichte von St. Martin, der in einer Winternacht seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Als es nach der Geschichte leckere Bretzeln gibt, teilen die Kinder auch mit ihren Gästen. Dann holt Elke Hollauer ihre Gitarre und alle singen laut, „Laterne, Laterne“ und „Ich geh mit meiner Laterne“. Auch wenn einzelne der Kleinen noch nicht so gut Deutsch können, das fröhliche „Rabimmel, rabammel, rabumm“ klingt schon laut und deutlich. Sprechen und Sprache stärken, das hat sich die LUKAS Kindertagesstätte neben der Beschäftigung mit der Natur als Schwerpunkt gewählt. Mit dem gemeinsamen Singen klappt es spielerisch und macht allen große Freude.

Inzwischen ist es draußen richtig dunkel geworden und alle brechen zum Laterne laufen auf. Wie schön leuchten Mond und Sterne auf den selbstgebastelten Laternen! Aufgeregt und stolz drehen die Kinder mit ihren Eltern eine große Runde durch die Dunkelheit. Zum Ausklang der Feier stärken sie sich an den Tischen im Garten mit Kinderpunsch, Lebkuchen und Mandarinen. Die Erwachsenen unterhalten sich noch ein bisschen und dann gehen die Laternen aus und alle gehen nach Hause. Es war ein schöner Abend!

K1600_10K1600_11

K1600_3K1600_5K1600_8K1600_12

 

Förderverein übergibt Scheck für ein Klettergerüst

Sechstklässler sind überrascht und voller Vorfreude

Da bekommen die Mädchen und Jungen aus dem Jahrgang 6 der LUKAS Schule dann doch große Augen: 10 000 € steht auf dem riesigen Scheck, den Dr. Helmut Wetzig und Sabine Kölsch vom Förderverein der LUKAS Schule mitgebracht haben. Nun soll das seit Jahren gewünschte Klettergerüst Wirklichkeit werden! Immer wieder hatten die Mädchen und Jungen der unteren Jahrgänge der Realschule und des Gymnasiums den sehnlichen Wunsch nach diesem wirklich feinen Spielgerät geäußert.

Anfang November waren nun Dr. Wetzig, der 1. Vorsitzendes des Fördervereins, und Sabine Kölsch, die Schatzmeisterin, mit Schulleiterin Gabriele Wilk-Batram verabredet, um in der Schule diesen besonderen Scheck zu übergeben. Die Schulleiterin hatte eine Delegation aus der 6 RS und der 6 GY mitgebracht und so nahmen die Kinder das Geschenk stellvertretend für die Schulgemeinschaft entgegen.

Aus Mitgliedsbeiträgen der 116 Mitglieder und Spenden hat der Förderverein diesen hohen Geldbetrag in den vergangenen 3 Jahren angespart. Die Summe wird nun die entscheidende Anschubfinanzierung zur Realisierung des Projekts sein. Wenn alles gut klappt, soll das Klettergerüst noch in diesem Jahr aufgebaut werden. Weitere Geldmittel waren in der Vergangenheit von engagierten Eltern bei Kaffeebüfetts auf Einschulungsfeiern und Schulfesten gesammelt worden. Auch Abschlussjahrgänge hatten Geldbeträge mit diesem Verwendungszweck gespendet. Zuletzt hatten sich eben die Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs schriftlich an die Schulleiterin gewandt und mitgeteilt, dass sie einen Sponsorenlauf machen wollten, damit das Klettergerüst endlich angeschafft werden könnte.

Der Förderverein der LUKAS Schule besteht seit 2008. Hier engagieren sich vor allem Eltern und Großeltern der ca. 340 Schülerinnen und Schüler aus Grundschule, Realschule und Gymnasium. Auf der Mitgliederversammlung, die noch im November 2017 stattfinden soll, werden sich die bisherigen Vorstandsmitglieder Susanne Vogelsang und Melanie Blachnik (beides noch Gründungsmitglieder), sowie Dr. Wetzig und Frau Kölsch nicht wieder zur Wahl stellen, weil sie den Weg für neue engagierte Eltern freimachen wollen.

Mit der Spende des Klettergeräts wollen sie auch ein Zeichen setzten, so Sabine Kölsch: „Wir als Förderverein möchten mit dieser großen Zuwendung an die Schule darstellen, dass wir wirklich etwas bewegen können. Es ist doch interessant für Eltern, dass wir in der Lage sind, das Schulleben wirksam zu bereichern.“ Sie hofft, dass sich neue Eltern bewegen lassen, in den Förderverein einzutreten und sich mit zu engagieren.

Frau Wilk-Batram verspricht, dass Eltern aus dem Ausschuss Außenanlagen und die Kinder der unteren Klassen an der Auswahl des konkreten Gerätes beteiligt werden. Insgesamt merkt man ihr die Freude über diese Spende des Fördervereins an: „Vielen Dank. Diese große Spende war wirklich eine Überraschung“, sagt sie mit einem strahlenden Lächeln.

K800_IMG_7444K800_IMG_7443 K800_IMG_7449

Die Scheckübergabe fand an dem Platz auf dem Außengelände statt, an dem das Klettergerüst einmal aufgebaut werden soll.

Zwölftklässler der LUKAS Schule an der Uni Bremen

Experimentieren im Schülerlabor Chemie

Linda und Thehina hat das selbstständige Experimentieren im „Schülerlabor Chemie“ gut gefallen. Die angehenden Abiturientinnen des Gymnasiums der LUKAS Schule verbrachten mit ihrem Jahrgang einen Vormittag an der Universität Bremen und führten ein Experiment zur Extraktion und Auftrennung von Blattfarbstoffen für das Fach Biologie durch.

Die hervorragenden Bedingungen im Chemielabor und die vielen Arbeitsplätze, an denen die Jugendlichen aus den Biologie- und Chemiekursen des Jahrgangs 12 der gymnasialen Oberstufe alle gleichzeitig arbeiten konnten, haben die Mädchen sehr beeindruckt. „Es gab einen großen Schrank mit Materialien und wir konnten unser Experiment komplett selbst aufbauen“, meint Linda. „Die studentischen Betreuer von der Uni und Frau Orth, unsere Lehrerin, haben uns nur unterstützt, wenn wir Fragen hatten.“ „Wir haben das Trennverfahren für die Blattfarbstoffe gut hingekriegt“, fügt Thehina hinzu. „Es hat Spaß gemacht.

Biologielehrerin Frau Orth schildert das Experiment (hier für die Bio-Freunde wiedergegeben): Zuerst müssen die Blätter unter Zugabe von Sand und einem Lösungsmittel in einem Mörser zerkleinert werden. Danach wird die so gewonnene grüne Lösung als feiner Strich unten auf ein mit Kieselgel beschichtetes Kärtchen aufgetragen. Dieses Kärtchen wird in ein Laufmittel gestellt. Das Laufmittel steigt in dem Kieselgel nach oben und nimmt die Farbstoffe mit. Je nach Größe und Polarität der Farbstoffe werden sie unterschiedlich weit und schnell mit dem Laufmittel nach oben genommen. Dadurch trennen sich die unterschiedlichen Blattfarbstoffe auf. Jede Linie ist dann ein anderer Farbstoff. Alpha- und Beta-Chlorophyll sind die beiden grünen Linien. Die vier gelben Linien sind die sogenannten Carotinoide. Alle diese Blattfarbstoffe braucht die Pflanze um Licht einzufangen und zu absorbieren, um mit Hilfe dieser Energie Fotosynthese zu betreiben.

Frau Orth selbst findet das Bild, bei dem die grüne Blattfarbstofflösung in dem Gläschen rot leuchtet besonders faszinierend. Wenn man eine solche Lösung mit langwelligem UV-Licht bestrahlt (zu erkennen an den blauen Handschuhen), dann gibt das grüne Chlorophyll das absorbierte blaue Licht als rotes Licht wieder ab, es fluoresziert. Die Theorie zum Auftrennungsexperiment hatten die Schüler bereits vor dem Besuch im Schülerlabor im Unterricht erarbeitet.

Andere Schülerteams aus den Grund- und Leistungskursen Chemie beschäftigten sich mit der Säulenchromatographie eines Farbstoffs. Auch sie arbeiteten erfolgreich.

Die Lehrerinnen der Zwölftklässler, Frau Orth und Frau Wilk-Batram, schätzen das Angebot des Schülerlabors. „Die Jugendlichen finden es spannend, das große Labor der Uni Bremen kennen zu lernen und mit den professionellen Geräten zu arbeiten“, berichtet Frau Orth. „Da sind sie noch einmal ganz anders motiviert“, fügt sie lächelnd hinzu. Es sei auch wertvoll, dass es zusätzlich zur kurzen Sicherheitseinweisung interessante Informationen zu den Berufs- und Studienmöglichkeiten der Fachrichtung Chemie gegeben habe und von daher der Vormittag auch der Berufsorientierung diente.

Das Schülerlabor ist am Institut für Organische und Analytische Chemie der Universität angesiedelt. Das Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ wird mit Mitteln aus dem Fonds der Chemischen Industrie (FCI) durchgeführt. Das moderne Großraumlabor hat Arbeitsplätze für bis zu 30 Schüler und ist mit Glas- und Laborgeräten großzügig ausgestattet.

Die Schüler der LUKAS Schule und ihre Lehrerinnen waren jedenfalls mit dem Arbeiten am außerschulischen Lernort sehr zufrieden, konnten doch die Schüler aus den Grund- und Leistungskursen Biologie und Chemie zeitgleich an jeweils eigenen, für ihre Kurse passenden Experimenten arbeiten und durch das eigenständige und aktive Forschen einen großen Schritt in Richtung auf ihr Abitur im nächsten Frühjahr machen.

K800_DSC01485K800_DSC01493

K800_DSC01439K800_DSC01449K800_DSC01451K800_DSC01459K800_DSC01445K800_DSC01494 K800_DSC01497