Die Krönung Otto des Großen in der 7gy

Jubelnd hob das Volk die rechte Hand, blickte zum Himmel und rief laut: „Lang lebe der König!“ Während der Krönungsfeierlichkeiten Otto des Großen war im Klassenzimmer der 7gy des Gymnasiums der LUKAS Schule richtig ausgelassene Stimmung. Mit seinen begeisterten Rufen stimmte das Volk in Gestalt der Klassenkameraden der Krönung zu und König Otto der Große alias Maximilian bestieg den Thron, ausgestattet mit den Insignien der Macht.

Im Geschichtsunterricht  begingen die Schülerinnen und Schüler diesen feierlichen Festakt, nachdem sie zum Thema „Herrschaftszeichen und -symbole im Mittelalter“ eine Quelle interpretiert hatten, in der es um die weltliche und geistliche Erhebung bei der Krönung ging. Als ihre Lehrerin vorschlug, ein Rollenspiel aufzuführen, das vor Jahren ihre Schulkameradin Sarai mal zu diesem Thema geschrieben hatte, waren sie sofort Feuer und Flamme.

Zu Beginn setzte sich Otto auf den Thron und nahm die Huldigung und die Treuegelübde der Herzöge und Adeligen entgegen. Im Jahr 936 war dies in Aachen in der Säulenhalle der Basilika geschehen. Daraufhin verlagerten sich die Festlichkeiten in die Kirche, wo der Erzbischof die Zustimmung des Volkes einholte. Anschließend ging er mit Otto dem Großen zum Altar und stattete ihn mit den Herrschaftszeichen aus: „Nimm dieses Schwert und vertreibe alle Feinde Christi, da dir durch göttliche Vollmacht alle Gewalt im ganzen Frankenreich gegeben ist. Zur festen Sicherung des Friedens für alle Christen.“ Der König erhielt weiterhin den Mantel mit Spangen als Zeichen für Glaubenseifer. Mit Stab und Zepter sollte er die Untertanen in väterlicher Zucht halten und stellvertretend für die göttliche Barmherzigkeit  die Witwen und Waisen versorgen. Dann nahm Bischof Marc das heilige Öl, salbte Maximilian und setzte ihm die goldene Krone auf.

Für die Klasse wurde das geschichtliche Ereignis ganz lebendig, denn Marc als Erzbischof Hildebert von Mainz bewegte sich langsam und würdevoll als er die Insignien überreichte und seinem Klassenkameraden die Krone aufsetzte. Max gefiel seine Rolle als König sehr gut. Er wollte am liebsten gar nicht wieder runter von seinem Thron auf dem Lehrertisch. Zum anschließenden Festmahl gab es dann nur Pausenbrot – aber das machte eigentlich gar nichts.