Wie geht eigentlich Popmusik?

Halbe Klasse – ganzer Spaß

Im vergangenen Schuljahr bot sich für die Klassen 8 und 9 der Realschule eine ganz besondere Möglichkeit: Die Klassen wurden geteilt und erhielten abwechselnd Musik und Wirtschaftsunterricht in kleineren Gruppen. Das nutzten sie intensiv und gerade im Musikunterricht konnten sie selbst aktiv werden, viele Instrumente erproben und in Ansätzen spielen lernen. Ihre anfängliche Scheu und mancher Widerstand wurden überwunden und als sie sich einließen, begannen die Schülerinnen und Schüler richtig miteinander zu musizieren. Bei diesen intensiven Erfahrungen waren sie in den guten Händen von Diplom-Musikpädagogin Nicole Kiolbassa, die immer wieder motivierte, herausforderte, begrenzte und so manches Talent zu entdecken wusste!

Im ersten Schulhalbjahr 2016/2017 hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, innerhalb des Musikunterrichtes u.a.  Rhythmen aus Lateinamerika wie den Samba, Poprhythmen wie den 8 und 16 Beat auf Cajon, Conga, Schlagzeug, Keyboards, Piano und Gitarre zu erlernen.

Im 2. Halbjahr  konnten sie sich mit den Bereichen der Musikproduktion und Komposition auseinandersetzen, indem sie mit unterschiedlicher Musiksoftware eigene Experimente wagten. Begriffe wie beispielsweise Sampling, Peak und Sequenzer wurden ihnen vertraut. Parallel dazu konnten sie die erlernten Basisrhythmen der Popmusik als Band zusammenfügen und bei Liedern wie: “Ich bau ‘ne Stadt für dich” und “Halleluja” gesangsstark die Band unterstützen. So manches Gesangstalent und die Freude an der Musik wurde dabei entdeckt. Zudem texteten sie eigene Texte zum Thema ihres Glaubens und Martin Luther und spielten dazu als Band im HipHopStyle oder spielten rein instrumental im Stil Samba schon richtig “groovy” zusammen.

Viele Lernziele des Musikunterrichts wurden so miteinander umgesetzt. Im sozialen Bereich ist es unabdingbar aufeinander zu achten. Dabei müssen alle leise und aufmerksam sein, eine Person zählt an (lernen anzuleiten), als Gruppe zu agieren – gleichzeitig anfangen, Tempo halten, gleichzeitig enden.

Inhaltlich musikalisch: Was ist ein Metrum? Was ist ein Rhythmus? Wie entsteht ein Rhythmus? Was sind punktierte Noten? Was sind Triolen? Wie ist das mit dem Verhältnis zwischen Ganzen, Halben, Vierteln und Achteln ganz genau? Im Bereich der Gehörbildung:  Unterscheidung von Akkordformen: Dur/ Moll, vermindert und übermäßig. Eine schöne Weiterführung wäre die Auseinandersetzung mit christlichen Popsongs wie es beispielsweise bei den Hillsongs der Fall ist und auch bei so manchem bekannten Popstar.

Vielen Dank an Nicole Kiolbassa für dieses gelungene Projekt.

(Bericht von Elena Lenk und Nicole Kiolbassa)

 

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