Gemüse kennen lernen und selbst anbauen – Zusammenarbeit mit der GemüseAckerdemie

Behutsam nahmen viele Jungen- und Mädchenhände die zarten Setzlinge und betteten sie in die vorbereiteten Pflanzlöcher. Im Schulgarten möchten die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse der LUKAS Realschule Gemüse ziehen, pflegen und ernten.

Ende April war zu ihrer Unterstützung das Team um Silva Schäfer angereist, die als Koordinatorin für Nordwestdeutschland die Organisation GemüseAckerdemie vertritt. Sie hatten nicht nur mehrere Paletten mit vorgezogenen Setzlingen für Kohlrabi, Fenchel, Sellerie, u.a. sowie Kartoffeln, Zwiebeln, Sämereien und dazu viele Gartengeräte mitgebracht, sondern auch einen Pflanzplan mit einer ausgearbeiteten Fruchtfolge für die nächsten Jahre. Im Vorfeld hatten sich die Jugendlichen im Unterricht bereits zu den Themen Gemüseanbau, biologische Vielfalt sowie Bodenfruchtbarkeit informiert.

In Vierergruppen arbeiteten die Jugendlichen jeweils mit einem Teammitglied. Zunächst wurde die anliegende Arbeit besprochen, dann die Erde auf den Beeten vorbereitet, denn es durfte sich nicht mehr zu viel altes Wurzelwerk in den umgegrabenen und geharkten Beeten befinden. Für Pflanzen mit einem Wurzelballen wurden kleine Pflanzlöcher vorbereitet und dann angegossen. Da hinein wurden dann die Setzlinge gesetzt und vorsichtig mit Erde umgeben und angedrückt. Gemüsesamen wurden mit Sand vermischt und in Reihen ausgestreut. Auch das Hochbeet wurde bepflanzt.

Zum Abschluss versammelten sich alle jungen Gemüsegärtner und –gärtnerinnen mit den Teamern zur Nachbesprechung. Dabei traf sich die Klasse an jedem Beet und schaute sich an, was die Gruppe dort gepflanzt hatte. Frau Schäfer erklärte noch einige Besonderheiten des Gemüses und gab ihnen Tipps für die Pflege.

Die Klasse hatte Glück mit ihrer Aktion, denn zum Pflanzen gab es Sonnenschein, aber in den folgenden Tagen sanften Regen. Ende Mai, Anfang Juni gibt es noch einmal einen Pflanztermin. Dann erhält die Klasse frostempfindliche Gemüsesetzlinge von der GemüseAckerdemie.

Die Lehrerinnen Frau Kühn und Frau Dr. Koch, die die 7. Klasse der Realschule im Wahlpflichtfach „Naturwissenschaftliches Praktikum“ unterrichten, hatten die Zusammenarbeit vereinbart. Ziel der Ackerdemie ist es, Kinder und Jugendliche beim Anbau von Gemüse anzuleiten und damit ihre Wertschätzung für  Lebensmittel zu steigern. Dies soll einer Entfremdung von der Natur, einer ungesunden Lebensweise und der Lebensmittelverschwendung entgegen wirken.

(Fotos: Koch, Lenk)