Klimawandel in Bassum? - Ein Forschungsprojekt im Rahmen der „Umweltschule“

Schülerdemonstrationen hier und akribische Forscherarbeit dort. Das Thema Klimawandel beschäftigt auch die Schülerinnen und Schüler an der LUKAS Realschule.

Das Thema „Klimawandel“ hat durch die Schülerdemonstrationen der „Fridays for Future“  aktuell eine große mediale Präsenz, nicht nur in den Printmedien und im Fernsehen, sondern auch in den sozialen Medien. Die Diskussionen werden zunehmend kontrovers geführt. Auch die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit dem Thema, seit etwa zwei Jahren auch mit einem langfristig angelegten Projekt im Rahmen der „Umweltschule“. Es heißt: „Klimastatistische Erhebungen und Analysen im Umfeld der LUKAS Schule“.

Seit 2016 verwirklichten die Lehrkräfte Herr Dr. Langer und Frau Kühn mit den Klassenstufen 7 und 8 der LUKAS Realschule dafür ein eigenes Wettermessnetz. Sie wollten mit den  Schülerinnen und Schüler vor Ort Wetterdaten erheben und sie somit für den Umgang mit Klimadaten sensibilisieren. Geplant war, die Daten des Mikroklimas klimastatistisch auszuwerten und zu entsprechenden Deutungen und Interpretationen für lokale Veränderungen zu kommen. 

Im Umfeld der LUKAS Schule und an 4 weiteren Plätzen wurden mobile Wetterstationen (Min-/ Max-Thermometer und Pluviometer) errichtet. In Kleingruppen suchten die Mädchen und Jungen die Stationen auf, lasen die Daten ab und pflegten die kleinen Anlagen. Leider mussten sie feststellen, dass hie und da die Stationen durch Diebstahl und Vandalismus zerstört wurden. So mussten einige wieder abgebaut werden. Dies bedeutete für das Projekt natürlich einen herben Rückschlag. Einige Daten konnten dadurch nicht bzw. nur bedingt erhoben werden. Diese Datenlücken führen dazu, dass in der Folgezeit weitere Begehungen notwendig sind, um verlässliche Messdaten zu erhalten.   

Parallel zur praktischen Forschungsarbeit wurde im Erdkunde-Unterricht der Klassen 7 und 10 (Realschule und Gymnasium) sowie „Naturwissenschaftliches Praktikum“ der  Klassen 7 und 8 (Realschule)  daran gearbeitet, quantitativ Klimadaten zu bestimmten klimaökologischen Parametern zu analysieren. Hier geht es um Hitzeetage und Frosttage, die Vegetationsperiode und phänologische Daten. Zudem sollen Schattenbilder und  Horizontüberhöhungsdiagramme zu den Wetterstationen an der LUKAS Schule mit variablen Einstrahlungsverhältnissen im Wechsel der Jahreszeiten erstellt werden. Die ersten Ergebnisse dazu werden aber noch ein bisschen auf sich warten lassen. 

Mit der Stadt Bassum wurde über ein mobiles Wetterstationsmessnetzwerk gesprochen. Die Stadt stellte Pläne hierfür zur Verfügung. In Kürze soll auf dem Gelände der LUKAS Schule eine vollautomatische Referenzstation errichtet werden, die Daten per Funk übertragen soll. Hier geht es um Messdaten zu Temperatur, Niederschlag und Strahlung.