Orgelentdeckertag in Bassum

16 Schulkinder der Lukasschule besichtigen Orgel in der Stiftskirche

Artikel von Berthold B. Kollschen in der Kreiszeitung vom 28. September 2019, vom Autor freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

BASSUM – Schon seit dem Jahre 1867 begleitet sie die Bassumer Kirchengemeinde im Gottesdienst, lädt zu Konzerten ein und erklingt bei Hochzeiten, Taufen und Trauerfeiern: Die Orgel in der Bassumer Stiftskirche.  Mit ihren über 200 Pfeifen kann sie ganz unterschiedliche Klänge hervorbringen. Im Gegensatz zum Klavier wird die Orgel nicht nur mit den Händen, sondern auch mit den Füßen gespielt. So erreicht sie einen großen Tonumfang, der den anderer Instrumente bei weitem übertrifft.

Davon konnten sich am vergangenen Mittwoch 16 Jungen und Mädchen der Klasse 6 gy 0 der Bassumer Lukasschule überzeugen, als sie im Rahmen dieses Orgelentdeckertages das großartige Instrument von Kreiskantor Ralf Wosch erklärt bekamen. Die Orgel ist im 19. Jahrhundert von Folkert Becker gebaut worden, deswegen spricht man heute auch von der „Becker-Orgel“.

Vorbereitet worden sind die  elfjährigen Mädchen und Jungen im Unterricht der Schule von Dorin Predescu, der als virtuoser Flötist in Bassum sehr bekannt und als Musiklehrer an der Lukasschule tätig ist. Zusammen mit Dr. Elena Lenk hat er die Schülergruppe auch in die Stiftskirche begleitet.

„Lernen an außerschulischen Orten macht den Schülerinnen und Schülern immer viel Spaß“, so Dr. Lenk. Und wenn dann noch Experten vor Ort sind, sei es doppeltspannend und lehrreich.

Landeskirchenweit bieten derzeitig Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker Orgelführungen, Kinderkonzerte, Musikandachten und Aktionen an und stellen die musikalischen Schätze in ihren Kirchen vor. So auch Kreiskantor Ralf Wosch in Bassum. –bbk

Bildunterschrift: Mit großem Interesse verfolgen die Lukas-Schülerinnen und Schüler die Ausführungen von Kreiskantor Ralf Wosch, der ihnen im Rahmen des Orgelentdeckertages 2019 die altehrwürdige Becker-Orgel in der Bassumer Stiftskirche erläutert hat. Foto: Berthold Kollschen