Projekte für „Jugend forscht“ in der Klasse 7 der LUKAS Realschule

Seit dem Beginn des Schuljahres bereiteten sich verschiedene Teams von Jungforschern der LUKAS Schule auf die Teilnahme am Wettbewerb vor. Mädchen und Jungen aus der 7. Klasse der LUKAS Realschule entwickelten ihre Projekte im Wahlpflichtunterricht „Forschen und Experimentieren“ betreut von Frau Kühn und Frau Dr. Koch. Ab Donnerstag, 28.02.2019 nehmen sie am Regionalwettbewerb in Diepholz teil. Viel Erfolg!

 

Das perfekte Frühstücksei

Wiebke, Jonathan und Henrik schätzen ein schönes weichgekochtes Ei zum Sonntagsfrühstück. Das hat sie angeregt, sich auf die Suche nach Eiern mit möglichst großem Eidotter zu begeben. Ihre Hypothese war, dass es an der Hühnerrasse liegen könne. Sie kauften also weiße, braune und Bauerneier im Supermarkt und kochten sie zu Hause. In der Schule nahmen sie die Eier vorsichtig auseinander und wogen separat Eidotter, Eiweiß und die Schale. Dabei stellten sie fest, dass Eier der Rasse Bresse Gaulloise das meiste Eigelb haben, dicht gefolgt von der Rasse „weiße Legehybriden“.

Warum geht Kuchen im Ofen auf?

Giovanna und Ole fragten sich, wieso Kuchen im Backofen eine so schön luftige und lockere Konsistenz erhält. Ihre Hypothese war, dass dies am Backpulver liege. In ihrer Versuchsanordnung machten sie kleine Häufchen von 10, 20 und 40 gr Backpulver und gaben 10 ml Wasser dazu. Dann zählten sie die Anzahl der Bläschen, die sich auf dem Gemisch bildeten. Sie stellten fest, dass der Kuchen durch die entstehenden CO-2 Bläschen umso  lockerer wird, je mehr Backpulver in den Teig gegeben wurde. Auch ihnen hat, neben dem Bericht und der Erstellung des Posters, das Experimentieren am meisten Spaß gemacht.

Welches Holz isoliert am besten?

Fabian, Nick und Moritz hatten die Idee, dass Holz gute Isolierungseigenschaften hat und überlegten sich dazu eine Versuchsanordnung. Nach Recherchen im Internet hatten sie die Vermutung, dass Pappel am besten isoliere. Sie bauten je einen Kasten aus Pappel, Buche und Tanne. In den Kasten steckten sie Wärmelampen aus der Physik. Durch eine kleine Öffnung im Decken steckten sie ein Thermometer in das Innere des Kastens und dichteten dies mit Knetgummi ab. Dann wurde das Innere des Holzkastens 24 Minuten lang durch die Glühbirnen aufgeheizt. Nun maßen sie die Raumtemperatur und dann im Abstand von einer Minute die Temperatur im Inneren des Holzkastens. Bei Kasten aus Tannenholz dauerte es am längsten, bis im Inneren wieder Raumtemperatur herrschte. Daher konnten sie sich nunn die selbstgestellte Frage beantworten: Tannenholz isoliert am besten. Am meisten Spaß gemacht hat den Schülern die Durchführung des selbst erdachten Experiments.

Wie leben Tannenzweige länger?

Die Schülerinnen Marleen, Natalie und Luna aus der 7. Klasse der LUKAS Realschule hatten sich in der Advents- und Weihnachtszeit oft über Gestecke und Tannenbäume geärgert, die schnell unansehnlich wurden und viele Nadeln verloren. Deswegen wollten sie erforschen, wie Tannenzweige länger frisch bleiben.

Nach ihrer Recherche entschieden sie sich für eine Versuchsanordnung, bei der Tannenzweige in Gläsern mit Wasser, Wasser mit Zucker, Sprudelwasser und angefeuchtetem Sand mit Düngestäbchen standen. Die Mädchen wählten Tannenzweige aus dem Garten. Zweimal in der Woche sahen die Mädchen nach ihrem Versuch und zählten heruntergefallene Tannennadeln. Ihr Ergebnis: Tannenzweige, die in Wasser mit Zucker stehen, bleiben am längsten ansehnlich und zwar zwischen 1 und 12 Tagen. Auch Sprudelwasser funktioniert relativ gut. Als völlig untauglich erwiesen sich, nach Untersuchung des Forscherinnenteams, Anwendungen von Haarspray, der Sand mit Düngestäbchen und Wasser mit Salz.

Ein Fliegenspray für Pferde herstellen

Als echte Pferdefreundinnen litten die Mädchen Ilayda, Hanna und Carlotta aus der Klasse 7 RS immer mit, wenn Pferde im Sommer voller Fliegen waren. So nahmen sie sich vor, ein eigenes Fliegenspray aus möglichst natürlichen Stoffen zu entwickeln.

Nach ihrer Recherche im Internet kamen Extrakte aus Lorbeer-  bzw. Walnussblättern, Zitronensaft, Apfelessig, Knoblauch und Teebaumöl in die engere Auswahl; nach Erträglichkeit für den Geruchssinn der Menschen engte sich die Auswahl auf Walnuss- und Lorbeerblätter-Extrakt sowie Zitronensaft ein.

Ihre Versuchsanordnung bestand aus verschließbaren Gläsern mit zwei Häufchen Zucker, von denen eines mit der Flüssigkeit betropft wurde. Dazu kam eine Fliege in das Glas. In ihrer Versuchsreihe stellten die Schülerinnen fest, dass die Fliegen den Lorbeerextrakt mieden, dieser sich also als Mittel zur Fliegenabwehr am besten eignete. In einer möglichen weiteren Versuchsreihe würden die Jungforscherinnen gerne Mischungen der genannten Naturstoffe testen.

Gurken-Schäl/Schneidemaschine

Max und Tomas aus der 7. Klasse der LUKAS Realschule wollten gerne die Küchenarbeit bei der Zubereitung von Gemüse erleichtern und eine Kartoffelschälmaschine entwickeln. Wegen der unregelmäßigen Form der Kartoffeln gab es Probleme bei der Umsetzung und sie veränderten ihr Projekt. Ziel war es nun, eine Maschine zum Schälen und Schneiden von Salatgurken zu entwickeln.

Material für den Maschinenbau sollte ein Technikbaukasten sein. Das notwendige Transportband und der Antrieb wurden gebaut; eine Hürde stellte die Tatsache dar, dass die Entwickler kein rundes Messer fanden und die Vorrichtung mit 4 Messern eckige Gurkenscheiben herstellte, was sie unbefriedigend fanden. Der Motor, den sie als Antrieb verwenden wollten, schaffte es nicht, die Transportbänder mit der Salatgurke darauf anzutreiben. So wichen die Siebtklässler auf eine Handkurbel aus.

Inzwischen sind die Schüler zufrieden mit ihrer Maschine und freuen sich auf den Wettbewerb. Spaß hatten Tomas und Max bei ihrer Arbeit, wenn ihre Ideen funktionierten und nervig fanden sie es, wenn es nicht so lief, wie sie es sich vorgestellt hatten.

Wie befreit man Hühner von der roten Vogelmilbe ohne Einsatz von Chemie?

Die Siebtklässlerin Aurelia aus der LUKAS Realschule mag Hühner und sie hat auch selbst welche. Ihr fiel auf, dass sich die Hühner oft kratzten oder sehr oft ein Sandbad nahmen. Sie schaute ihnen ins Gefieder und entdeckte besonders viele rote Vogelmilben. So nahm sie sich vor, ein natürliches Abwehrmittel gegen Milben zu finden. Sie stellte fest, dass in den Ecken des Stalls und in den Legekästen besonders viele zu finden waren und dass man ein Abwehrmittel dort auch besser auftropfen konnte als an den Hühnern selbst. Außerdem wusste sie, dass man den Stall oft entkoten muss, dass er eher trocken und nicht so hell sein darf.

Als Abwehrmittel recherchierte sie ätherische Öle und entschied sich für Teebaumöl, Schwarzkümmelöl und Anisöl. Sie stellte fest, dass das Teebaumöl schnell kristallisiert und dann den Geruch verliert, so dass sie es aus der Auswahl aussortierte. In ihrer Versuchsanordnung nahm sie eine besonders von Milben befallene Feder, steckte sie in ein verschraubbares Glas und gab je einen Tropfen des ätherischen Öls auf die Feder und ins Glas und verteilte es ein wenig durch hin und her Schwingen des Glases. In kurzen Abständen untersuchte sie den Milbenbefall der Federn und stoppte die Zeit. Wie lange würden die Milben noch auf der Feder bleiben? Ihr Ergebnis: Anisöl wirkt am besten gegen Milben. Am meisten Spaß machte ihr, dass sie den Hühnern helfen konnte und das Experiment an sich.