Teichprojekt revisited

Schon von weitem leuchtet das helle Gelb der Sumpf-Schwertlilie, im Sand blühen Habichtskraut und Wolfsmilch, leise hört man das Summen einer Biene ...

Wenn man durch das sonst verschlossene Tor im Gartenzaun geht, betritt man auf dem Außengelände der LUKAS Schule ein frühsommerliches Wildnisparadies. Plumps … plumps – durch die Erschütterungen bei den Schritten der Besucherin im Sand der Böschung aufgeschreckt, springen einzelne Frösche in das Wasser des Regenrückhaltebeckens. Ein Entenpaar schwimmt auf dem Wasser und versteckt sich zwischen dem Stängeln des Rohrkolbens. Wildbienen bauen Nistgänge für ihre Brut in verfestigten Sand der Böschung. Einzelne Büsche der Salweide sind schon mannshoch. Im Frühjahr bieten ihre dicken Weidenkätzchen die ersten Pollen für die Bienen.

Hinten auf dem Gelände, in der Nähe des Schulgartens, haben Schülerinnen und Schüler vor Jahren ein Stück des Regenrückhaltebeckens abgegrenzt und bepflanzt. Auch ohne Folie bleibt hier immer ein kleiner Teich mit Sumpfbereich stehen. Jetzt, Ende Mai, blüht die Sumpf-Schwertlilie in großen Horsten. Bienen landen am Wasser um zu trinken und Wasser für ihren Stock zu holen. Zwischen den Seggen schwirrt eine Libelle. Im Wasser wimmelt es von Kaulquappen, auch Libellenlarven leben dort, bevor sie zum Schlüpfen der Libelle an den Stängeln der Wasserpflanzen hochkriechen.

In den Jahren 2013 und 2014 führten die 7. Klassen der LUKAS Realschule im Wahlpflichtunterricht „Naturwissenschaftliches Praktikum“ bei Frau Kühn das Teichprojekt durch. Ziel des Unterrichts war eine eigenständige Planung der einzelnen Projektschritte durch die Schülerinnen und Schüler. Im Biologieunterricht besuchen Schülerinnen und Schüler das Biotop, um Pflanzen und Tiere zu finden, die dort leben. Das „Naturwissenschaftliche Praktikum“ bearbeitet in diesem Jahr den Gemüseanbau im Schulgarten als Projekt.