Team der LUKAS Schule bereitet sich auf Robotik-Wettbewerb vor

Die Idee ist, die Stadt der Zukunft zu bauen und die Arbeit sollen Roboter übernehmen. Um diese zu konstruieren und zu programmieren benötigen die Nachwuchsingenieure Imaginationskraft und Geschicklichkeit sowie Kenntnisse am PC.

Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 9 der LUKAS Schule treffen sich jeden Mittwochnachmittag zur Robotik-AG, die von den Lehrkräften Frau Kühn und Herrn Paul angeboten wird. Heute ist ordentlich Druck auf dem Kessel, denn am 7.12. will ein Team der LUKAS Schule an der First Lego League 2019 (FLL) an der KGS in Leeste teilnehmen. Die Challenge heißt in diesem Jahr „City-Shaper“ – Wie kann man die Stadt verändern?

Alan, Jeremias und Noah arbeiten an einer ersten Aufgabe für ihren fahrenden Roboter: Er soll ein Paket aus Bausteinen hochheben, auf der Spielmatte eine Straße entlang transportieren und dann in einem Kreis ablegen. Der Lego-Roboter ist mit einem Farbsensor ausgestattet. Jeremias sitzt am Laptop und programmiert den Linienverfolger mit der Software „Mindstorm“. Die anderen lassen den Roboter fahren, beobachten und machen Vorschläge für die Feinabstimmung. Die Arbeit der Sechstklässler ist viel Trial-and-Error. Ihre Lehrerin Frau Kühn erzählt: „Unsere Erfahrung ist: Manchmal probieren die Kinder wochenlang herum und dann haben sie irgendwann endlich den Dreh raus.“ Sie lächelt.

Auf dem Wettbewerb der FLL erhalten die Robotik-Teams 14 Aufgaben, die sie bewältigen müssen. Das LUKAS Team hat sich zum Ziel gesetzt, vier davon zu lösen. So müssen die Roboter etwa Objekte in einer Spielzone ablegen, eine Schaukel in Gang setzen, eine an einer Mittelachse hängende Kapsel um 180 Grad drehen und eine Rampe hochfahren und per Tastendruck eine Fahne aufstellen.

Parallel zur Arbeit an den Robotern gibt es in der AG der LUKAS Schule auch eine Forschungsabteilung, denn bei der FLL sollen die Teams auch eine Idee zur Stadt der Zukunft entwickeln. Johanna, Sara, Tristan, Till und David sind engagiert dabei. Sie wollen ihre Idee in einem Theaterstück vorstellen: Es ist der „Plastikkäfer“, ein Roboter, der Plastikabfall in Flüssen oder Hafenbecken einsammelt. Dazu soll er 6 Arme, einen Wasserfilter und einen Ultraschallsensor haben. Eine Wärmebildkamera soll verhindern, dass versehentlich eingesammelte Fische Schaden nehmen; sie sollen aussortiert und wieder in die Freiheit entlassen werden.

Neben den Sechstklässlern arbeiten auch Felix und Moritz aus der 9. Klasse in der AG mit. Sie beschäftigen sich heute mit der Programmierung einer Hebebühne an ihrem Roboter. So ganz zufrieden sind sie noch nicht mit ihrem Ergebnis. Die Hochachtung der Jüngeren haben sie auf jeden Fall. Die erzählen: „Felix ist schon ganz lange dabei und Moritz ist der beste Programmierer.“ Auf die Frage, warum sie sich denn die Robotik-AG ausgesucht hätten, meint Noah: „Es macht Spaß Roboter zu bauen.“ Und David fügt hinzu: „Das Programmieren ist aber ganz schön schwierig.“

Das Team um Jeremias am Laptop jedenfalls hat es hingekriegt. Ihr Roboter schafft das Ablegen des Pakets im Kreis jetzt zuverlässig. Die AG ist vorbei. Herr Paul mahnt zum Einräumen, aber alle wollen doch noch einmal sehen, wie der Roboter von Jeremias, Alan und Noah die gestellte Aufgabe erledigt. Ganz gut macht er das.